Unsere Ausreden



Es heißt ja allgemein, Musiker seien oftmals besonders kreativ. Diese Kreativität fließt dann normalerweise in die Musik ein, so dass wirklich ALLE TÖNE RICHTIG gespielt werden, so dass sich unser lieber ehemaliger Dirigent Friedhelm, jetzt Peter nie aufregen muss. Nur wirklich äußerst selten entstehen so fremdartige Klänge, dass Fensterscheiben brechen und sich die Zehennägel aufrollen. In diesem Fall ist eine gute, kreative Ausrede gefragt. Die Ausgangssituation ist fast immer: Es klang furchtbar, der Dirigent hat abgerissen und sucht den Schuldigen.



Friedhelm zu Bernd: Warum spielst du "C" statt "H"?
Bernd: "Das "C" war gerade griffiger...

Friedhelm: wo ist der Bums?
Franz: das war gerade zu schnell für die dicke Trommel

Friedhelm an die Klarinetten: ihr habt das sehr tenorhornig gespielt.

Bernd: Er hat abgerissen, bevor ich herausgefunden habe, wo wir anfangen...

Friedhem: muss ich denn immer wieder die selben Fehler kritisieren?
Benedikt: wir können zur Abwechslung auch mal neue Fehler einbauen.

Beim nächsten Abriss ist das Schlagzeug Schuld. Friedhelm kommentiert das Gespielte mit "auch nett, aber falsch". Auch im zweiten Anlauf passt der Rhythmus nicht so richtig. Schlagzeuger Andreas fängt an, in seinen Noten zu blättern und erklärt "jetzt weiß ich, was du meinst".

Während der Probe kommt es (ausnahmsweise)zum Abriss, worauf an die Trompeten die Frage gerichtet wird, was denn mit der Oberstimme los sei.
Daraufhin Jens: "Die hat keine Lust". Niklas fügt an: "neh, eher Wangenprobleme"

Nicht direkt eine Ausrede, aber eine lustige Anekdote allemal: Friedhelm hat mal wieder ein neues Stück arrangiert. Als wir die erste Version davon proben, merkt er von vorneherein an, dass es an manchen Stellen noch kleine Ungereimtheiten geben könne - der letzte Feinschliff fehle dem Stück noch. Nachdem während der Probe schon mehrere Musiker Friedhelm auf vermeintliche Fehler im Stück angesprochen hatten, äußerte sich schließlich auch Schlagzeuger Andreas: "Friedhelm, ist das richtig, dass ich im letzten Takt aufhöre?" Großes Gelächter bricht aus - alle bitten scherzhaft darum, dass der Schlagzeuger (bei jedem Stück) im letzten Takt (endlich) aufhören möge.

Friedhelm, der sich gerade ein Weihnachtsplätzchen in den Mund gesteckt hat, wählt ein ungewöhnlich langsames Tempo für ein Konzertstück. Es kommt zum Abriss. Er kommentiert dies mit dem Spruch "Ich kann kein anderes Tempo dirigieren als ich kaue"!


Jan hatte bei einer Probe einen pinken Textmarker mit dabei.
Schnell entstandt dann der Spruch: "Jan thinks pink !"


Friedhelm entdeckt, dass in der Schlagzeugstimme keine Tempoangaben stehen.
Friedhelm: "Das muss ein erfahrener Arrangeur sein."


Die Flöten sollen eine Stelle in den Noten alleine spielen.
Christina spielt falsch und entschuldigt sich mit "Upsi!"


Die Klarinetten spielen gemeinsam ein klingendes "B".
Laut unserem Dirigenten Friedhelm stimmt der Ton. Doch als alle einzeln spielen müssen, ist jeder Einzelne zu hoch.
Jan: "Wir ziehen uns gegenseitig runter!"


Unser Schlagzeuger Andreas beklagte sich darüber, dass er eine komplizierte Stelle, die in seinen Noten steht, mit all den verschiedenen Schlagwerken nicht gemanaged bekommt, weil ihm Zeit und Hände fehlen.
Andreas: "Ja wie soll ich das denn zeitlich alles machen???" Guido: "Ja dann musste dir die Ratsche zwischen die Beine klemmen!!!" Andreas: "Nee da ist kein Platz mehr..."


Jugenddirigent Michael erklärte bei einer Probe des Jugendorchesters: "Ihr müsst die Töne mit den Ohren beobachten."
Was er uns damit wohl sagen will?


Music is Magic
Friedhelm reißt ein grässlich klingendes Stück ab und lässt die Klarinetten alleine spielen. Die Übeltäter sind gefunden und sollen sich gegenseitig stimmen. Friedhelm dazu: "Tut so, als wäre ich nicht da." Carina entsetzt: "Oh Gott!" Bernd sagt voller Verzweiflung: "Hex, Hex" und wedelt zur allgemeinen Belustigung mit den Armen.
Im nächsten Anlauf klingt alles schön sauber, worauf Bernd gelobt wird. Darauf hin dreht sich Friedhelm mit den Worten "Hex, Hex" (Gelächter) zu den Trompeten. Auch dort hat es zumindest im Ansatz funktioneirt.


Friedhelm vermisst bei einem Stück einige Notenfiguren, die in der Stimme der zweiten Posaune drinstehen. Daraufhin:
~Friedhelm: "Ingolf, ich brauche die 2. Posaune!"
+Ingolf: "Ähm..ja, ich hab noch was gemalt (Ingolf gehört zur Ü-30-Gruppe...)!"


An anderer Stelle, wieder sind die Posaunen zufällig in ein Missverständnis verwickelt.
~Ein leicht genervter Friedhelm: "Liebe Posaunen, ich gebe euch einen wunderschönen Einsatz und ihr spielt nicht!"
+Udo: "Ja, das war so, wir hatten den Eindruck, du hättest uns abgewunken.."


Keine Ausrede, aber ein Beweis dafür, dass auch Dirigenten manchmal absoluten Sch..ß erzählen, der aber meist sehr amüsant ist:
~Friedhelm: "An dieser Stelle müssen wir wie ein Schalter umschalten (Ach sooo!)"


Wie heißt diese Variante noch gleich...Trick 17 mit Selbstüberlistung?
~Friedhelm (reißt ab, nachdem ein grauenvoller Klang aus Richtung der Saxophone erschauerte): "Hat da jemand "h" gespielt?"
+Thomas(mit Unschuldsblick): "Das klang so, als stände da ein "b" und ich hätte es nicht gespielt.." -> Selbsteinsicht ist der erste Weg zur Besserung.


Wenn unser zweiter Dirigent Eckart den Taktstock schwingt, missioniert Friedhelm meist die Klarinetten und bringt ihnen die Flöten- (eher Klarinetten-)töne bei.
Eines Abends, ein Tag nach St. Martin, lag tatsächlich auf dem Tisch direkt neben Friedhelm noch ein Stück Martinsweck.
Ein gieriger Blick, eine Handbewegung und drin war ein riesiges Stück Weck, welches Friedhelm kaum Platz zum Atmen ließ - geschweige denn zum Spielen.
Es kam, wie es kommen musste, Eckart - bis dahin noch in der anderen Ecke des Raumes beschäftigt, dreht sich rum, und bittet Friedhelm, ein "c" zu spielen.
~Friedhelm: "Mommhahma" -> Krümelmonster lässt grüßen.
Daraufhin natürlich riesiges Gelächter.


Wieder einmal ist das Posaunen"ensemble" nicht ganz auf der Höhe, was den zeitigen Einsatz anbelangt. Folglich reißt Friedhelm nach 2(!!) Takten ab.
~Friedhelm: Hat die 1. Posaune gerade auch gespielt?
+Horst: ÄHm....jo, streckewies (streckenweise, wieviel auch immer das bei 2 Takten ist..)


Eckart löst Friedhelm während der Probe als Dirigent ab.
~Friedhelm: Oh Mist, jetzt kann ich nicht mehr mitspielen, ich habe meine Klarinette vergessen.
+Das deprimierende ist, er hat stattdessen einfach ein Saxophon genommen.


???
~Die Bässe spielen nicht mit!
+Friedhelm erkundigt sich nach dem genauen Problem.
~M.H., eine Wasserflasche wegstellend, erklärt das Nichtspielen: Wir kommen einfach nicht mit dem Schlagzeug zurecht.


(Sehr beliebt: Die Schuld auf Kollegen schieben!)
+ Dirigent: Warum habt Ihr nicht gespielt?
- Antwort: Der hat mich abgelenkt!


(Hier versucht man, höhere Gewalten vorzuschieben...)
+ Dirigent zum Schlagzeuger: Wo war dein Einsatz?
- Schlagzeuger: Die Fußmaschine hat geklemmt.


(Den Dirigenten und sich selbst verwirren ist nicht so schwer...)
+ zu den Posaunisten: Das klang etwas eigenartig, spielt das noch mal.
- Die Posaunen spielen, es klingt wieder "eigenartig" und einer sagt, "das steht aber so da".
+ Dirigent: Dann lasst mich das noch mal hören...
- Es klingt plötzlich richtig und..
+ Dirigent: Das war richtig, aber eben habt Ihr etwas anderes gespielt.
- Antwort: Ja, wir haben das jetzt geändert.


(Können Trompetenspieler zaubern?)
+ Die Trompeten können nicht mitspielen, weil sie ihre Noten nicht finden. Also spielen die anderen allein und die Trompeten suchen verzweifelt ihre Noten...
- Nach dem Stück sieht der Dirigent die grinsenden Gesichter der Trompetenspieler/innen und auch die verloren geglaubten Noten.
+ Die Trompeten erklären: Ja, ähm....die Noten sind plötzlich doch wieder da gewesen.
- Der Dirigent wirkt ETWAS ungläubig. Denkt er etwa, die Trompeten würden es wagen, ihn zu belügen?


(Die Schuld auf nichtanwesende Kollegen schieben ist grausam...)
+ Dirigent zu den Klarinetten: Ihr könnt ruhig etwas lauter spielen. An dieser Stelle ist das sogar erwünscht.
- Ein freundlicher Kollege: Ja, normalerweise spielen wir ja immer leise. Das ist der NAME-MUSS-LEIDER-ZENSIERT-BLEIBEN, der immer zu laut spielt und alle übertönt.


(Auch Dirigenten benutzen Ausreden...)
+ Die Bässe, nachdem der Dirigent sie angesprochen hat: Nein, es steht nicht so in den Noten, wie du behauptest!
- Dirigent, der die Noten selber geschrieben hat: Ähm...ja, dann hat der Computer falsch transponiert.


(Das selbe Spiel in grün, 5 Minuten später, selbes Stück)
+ Zum Dirigenten: Wir haben aber andere Noten als du vorsingst.
- Ja, dann hat der Drucker etwas anderes ausgedruckt, als ich ihm gesagt habe.


(Ehrlichkeit ist immer noch das beste Mittel)
+ Eine Flöte spielt in einem Stück mitten in eine Pause hinein und wird nach dem Stück vom Dirigenten auf dieses "Malheur" angesprochen.
- Flöte: Ja, tut mir leid, Friedhelm, aber Pausen haben wir im Flötenunterricht nicht gehabt.


(Missverständnis oder Cleverness?)
+ Es gilt als verabredetes Zeichen, das der Daumen vom Dirigenten, wenn er nach oben zeigt, eine Tempoverschärfung nach sich ziehen soll.
- Ausnahmsweise ist es einmal soweit, das Tempo ist aus dem Ruder gelaufen und unser Dirigent macht vom "Daumen-hoch" Gebrauch.
+ Die Hörner sehen ihn an, sehen auch das Zeichen, reagieren jedoch nicht im mindesten darauf.
- Als sie von ihm darauf angesprochen werden, sagt einer der Schuldigen: Ach so, wir dachten, du meintest "Super, spielt weiter so!"


(Ja ja, es ist immer die Technik...)
+ Ein nicht näher bekannter Alt-Saxophonist, zugleich Ehrenmitglied im Klub der Vorzeichenhassser, spielt sehr überzeugt einen grausam klingenden Ton.
- Er wird darauf angesprochen und antwortet,...
+ Dafür konnte ich nichts, meine Gis- Klappe hat geklemmt.


(Wenn ich schon falsch gespielt hab, kann ich ja wenigstens die anderen mit in die Pfanne hauen...)
+ Friedhelm zu den Posaunen: Wer hat denn da ein "Ges" gespielt? Da muss ein "G" stehen!
- Ingolf: Das muss ich gewesen sein, die anderen haben nämlich nicht gespielt!


(Bitte, dann war es eben die moderne Technik Schuld. Oder kann hier jemand nicht damit umgehen?)
+ Einige Noten, die nicht gespielt wurden, stehen in der von F.S. selbst erstellten Partitur, aber nicht in der entsprechenden Stimme.
- Schon erwähnter F.S. versucht sich herauszu"winden": "Das sollte der Computer eigentlich machen, hat er aber irgendwie nicht gemacht..."


Friedhelm wurde eine halbe Note nicht lange genug ausgehalten. (Im tiefen Blech ungewohnt)
Als "Übeltäter" wurden die Bässe ermittelt.
~Friedhelm zu den Bässen: Ihr seid doch sonst nicht so kleinlich.
+Michael: Wir haben da kleine Noten stehen, also müssen wir kleinlich sein.

Friedhelm waren die Saxophone an einer Stelle zu leise.
~Friedhelm zu den Saxen: Ihr seid doch sonst beim Forte nicht so zurückhaltend.
+Christian: Wir haben leiser gespielt, da wir dachten es wäre sonst zu überheblich gewesen.

Wir proben "total Toto". Ein Posaunen-Einsatz im Stück (I can't stop loving you) kommt nicht.
~ Friedhelm: Warum kam der Einsatz nicht?
+ Horst: "Ich habe nur gerade daran gedacht was ich zu hören bekäme, wenn ich das(Stop loving you) zuhause sagen würde."

Für unser Konzert haben wir Walter Link als Dirigent verpflichtet.
Beim stimmen der Trompeten
Herr Link zu unserem Trompeter Guido:~ "Es gewinnt heute abend nicht der sanfteste."
Guido antwortet:"Ich bin halt ein sanfter Typ."